Die computergesteuerte numerische Steuerung (CNC) ist ein subtraktives Fertigungsverfahren — der kontrollierte Materialabtrag von einem Werkstück durch ein rotierendes Schneidwerkzeug entlang eines programmierten Werkzeugpfads. Der Industriestandard für Metallkomponenten, die hohe Toleranzklassen erfordern.
CNC-Operationen werden durch G-Code gesteuert — eine Maschinensprache, die von CAM-Software aus einem 3D-CAD-Modell (STEP, IGES, Parasolid) generiert wird. Mehrachsige Zentren (3-, 4- und 5-Achsen) ermöglichen die Bearbeitung komplexer Oberflächen in einer einzigen Aufspannung, wodurch der kumulative Fehler durch wiederholtes Spannen minimiert wird.
Schnittparameter — Spindeldrehzahl (RPM), Vorschubgeschwindigkeit, Schnitttiefe (DOC) und Werkzeugverschleiß — werden materialabhängig optimiert. Nachbearbeitungsoptionen umfassen Eloxieren, Keramikbeschichtung, Schleifen und Passivieren zum Korrosionsschutz.
Allzweck-Al-Mg-Si-Legierung im T6-Zustand (lösungsgeglüht und künstlich gealtert). Zugfestigkeit ~310 MPa, Streckgrenze ~275 MPa. Ausgezeichnete Schweißbarkeit, sehr gute Korrosionsbeständigkeit und Zerspanbarkeit. Standardwahl für Strukturkomponenten, Chassis und Gehäuse.
Hochwertige Al-Zn-Legierung in Luftfahrtqualität. Zugfestigkeit ~570 MPa — nahe der von Baustahl bei ca. 3× geringerer Dichte. Hervorragendes Festigkeits-Gewichts-Verhältnis. Verwendet für hochbelastete Komponenten, Waffensysteme, Sport- und Luftfahrtausrüstung.
Kupfer-Zink-Legierung mit hervorragender Zerspanbarkeit (insbesondere die bleihaltige Variante), attraktiver goldgelber Farbe und guter Korrosionsbeständigkeit. Elektrisch leitfähig. Anwendungen: Dekorationsteile, Armaturen, elektrische Kontakte, Feinmechanik.
Kupfer-Zinn-Legierung. Hohe Verschleißfestigkeit, geringe Reibung, gute Gleiteigenschaften. Verwendet für Buchsen, Lager, Schneckenräder und Komponenten, die kontinuierlicher Reibung ausgesetzt sind.
Möglichkeit zur Bearbeitung von C45, AISI 304, AISI 316L und Werkzeugstählen. Geeignet für Komponenten mit hohen mechanischen oder Korrosionsanforderungen.
Der hybride Ansatz kombiniert die additiven Stärken des 3D-Drucks (komplexe interne Geometrien, schnelle Iteration) mit der subtraktiven Präzision der CNC-Bearbeitung (kritische Passflächen, Gewindebohrungen, Passdurchmesser). Das Ergebnis ist eine optimierte Komponente mit minimiertem Materialabfall und maximiertem Funktionswert.